Energieaudit nach DIN 16247-1 für den Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg (KJF) e. V.

Um die Anforderungen des Energiedienstleistungs-Gesetzes (EDL-G) zu erfüllen, hat sich die KJF dazu entschieden ein Energieaudit durch das IfE erstellen zu lassen. Hierbei mussten die folgenden geforderten Vorgaben nach DIN 16247-1 berücksichtigt werden. Die bereits langjährige Zusammenarbeit der KJF mit dem IfE ermöglichte hierbei die umfangreiche Nutzung von Synergieeffekten.

 

1. Einleitender Kontakt

Zuerst mussten gemeinsam mit der KJF die Rahmenbedingungen des Energieaudits festgelegt werden. Hierzu gehört unter anderem die Festlegung der Ziele des Energieaudits sowie der Grad der Gründlichkeit. Bei der KJF handelt es sich um insgesamt ca. 132 Liegenschaften, welche im Energieaudit ursprünglich berücksichtigt werden mussten. Jedoch war die KJF nach Absprache des IfE mit dem zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mittels Multi-Site-Verfahrens verpflichtet, nur 24 Liegenschaften energetisch zu untersuchen.

 

2. Auftakt-Besprechung

Die Auftakt-Besprechung umfasst die Besprechung des gemeinsamen Vorgehens beim Energieaudit. Zusätzlich konnte im Rahmen des Auftaktgesprächs auch die Besonderheiten der zu untersuchenden Liegenschaften kommuniziert werden.

 

3. Datenerfassung

Die Grundlage eines Energieaudits stellt die Datenerfassung dar. Hierfür wurden vom IfE detaillierte Verbrauchsdaten mit den dazugehörigen Nachweisen, wie beispielsweise Energieverbrauchsabrechnungen angefragt und ausgewertet. Mittels Erfahrungswerten vom IfE und aus Richtlinien kann anhand von Kennzahlen die energetische Effizienz der untersuchten Liegenschaften mit ähnlichen Liegenschaften verglich werden.

 

4. Außeneinsatz

Bei einem Vor-Ort Termin, konnte das IfE einen ersten Gesamteindruck über die Gebäudesubstanz und die Energieerzeugung gewinnen. Zudem konnten bereits erste, energetische Verbesserungspotentiale festgestellt werden. Im Rahmen von Rundgängen wurden den angetroffenen Mitarbeitern auch Energieeinsparmöglichkeiten übermittelt.

 

5. Analyse

Auf Basis der vorhandenen Daten und des Außeneinsatzes wurden energetische Einsparpotentiale genannt und die entsprechende Einsparung kalkuliert und wirtschaftlich bewertet. Für jeden der im Energieaudit untersuchten Bereiche wurden die thermischen, elektrischen Verbräuche analysiert sowie die entsprechend größten Verbraucher aufgedeckt. Des Weiteren wurde auch in einzelnen Bereichen der Gebäudezustand bewertet.

 

6. Bericht

Die gesammelten Informationen wurden in einem Abschlussbericht zusammengefasst. Neben den geringinvestiven Maßnahmen, wie beispielsweise der Austausch der bestehenden Heizungspumpen auf Hocheffizienzpumpen, wurden auch die investiven Maßnahmen inkl. Betrachtung der Wirtschaftlichkeit im Bericht dokumentiert. Beim KJF e.V. wurden konkret die Installation von LED-Leuchtmitteln und PV-Anlagen bei einigen Standorten aus energetischer und wirtschaftlicher Sicht empfohlen.

 

7. Abschlussbesprechung

Die Ergebnisse aus den Energieaudits werden von Mitarbeitern des IfE vor Ort präsentiert. In diesem Zuge kann auch das weitere Vorgehen hinsichtlich der generierten Maßnahmen besprochen werden. Aufbauend auf dem Energieaudit ist eine individuelle und detaillierte Betrachtung der investiven Maßnahmen für jeden Standort unabdingbar.

 

Laufzeit des Projektes:

Juli 2015 bis März 2016

 

Projektleiter:

Thomas Gollwitzer, Ingo Endres

 

Projektpartner:

Herr Andreas Tausendpfund (Zentraler Einkauf KJF e. V.)

Die KJF erstreckt sich über 25 Standorte, an denen oftmals mehrere Einrichtungen sind. Hauptsitz bzw. Sitz der Geschäftsstelle ist in Regensburg. Pro Jahr finden in den von der KJF unterhaltenen Liegenschaften über 28.000 Menschen Beratung, Begleitung, Hilfe und Unterstützung in Teilhabeeinrichtungen, Einrichtungen und Beratungsstellen der Kinder- und Jugendhilfe und der beruflichen Rehabilitation.

 

Weitere Informationen zum KJF e. V. finden Sie HIER.

 

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