Gemeinsam den Weg zur klimaneutralen Energieversorgung gestalten
Mit einem gemeinsamen Kick-off ist der Startschuss für die Erstellung eines Transformationsplans am ZF-Standort Auerbach gefallen. Ziel des Projekts ist es, die bestehende Energieversorgung systematisch zu analysieren und konkrete Entwicklungspfade für eine langfristig klimaneutrale Energieversorgung aufzuzeigen.
Gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort erarbeiten wir in den kommenden Monaten eine fundierte Entscheidungsgrundlage für zukünftige Investitionen und Maßnahmen. Der Transformationsplan soll dabei technische, wirtschaftliche und ökologische Aspekte gleichermaßen berücksichtigen.
Klare Zielsetzung: -80% CO2e Scope 1&2 bis 2030
Die Reduzierung von CO₂-Emissionen ist konzernweit ein zentrales Handlungsfeld bei ZF. Als langfristiges Ziel wurde -80% CO2e Scope 1&2 bis 2030 definiert. Gleichzeitig verfolgt der Konzern das Ziel, die Energieeffizienz kontinuierlich zu steigern.
Bereits heute wurden am Standort verschiedene Maßnahmen umgesetzt:
- Bezug von Grünstrom
- Nutzung eigener Photovoltaikanlagen zur Eigenstromerzeugung
- Integration der Wärmerückgewinnung aus Kompressoranlagen in das Heizungsnetz
- CO₂-abhängige Regelung der Lüftungsanlagen zur Reduzierung der Zuluftmengen
- Vollständige Umstellung der Flurförderfahrzeuge auf batterieelektrische Antriebe
- 400 kW Biomassekessel zur Unterstützung der Gaskessel
Diese Maßnahmen bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung des Standorts.
Energieversorgung im Fokus
Im Rahmen des Transformationsplans werden die bestehenden Energieverbrauchsstrukturen detailliert untersucht. Aktuell stellen Strom und Erdgas die wesentlichen Energieträger am Standort dar. Darüber hinaus werden bereits regenerative Energieträger genutzt.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der zukünftigen Ausgestaltung der Wärmeversorgung. Gleichzeitig sollen Potenziale zur weiteren Integration erneuerbarer Energien sowie zusätzliche Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz bewertet werden.
Da am Standort keine Prozesswärme und kein Dampf benötigt werden, ergeben sich spezifische Rahmenbedingungen für die Entwicklung einer zukünftigen Versorgungsstrategie.
Bestandsanalyse als Grundlage für den Transformationspfad
Für die Erstellung des Transformationsplans wurde das Jahr 2025 als energetisches Referenzjahr festgelegt. Aufbauend auf den Verbrauchsdaten und den vorhandenen Anlagen werden verschiedene Entwicklungsszenarien untersucht und bewertet.
Dabei betrachten wir unter anderem:
- den zukünftigen Strombedarf
- die Weiterentwicklung der Eigenstromerzeugung
- Potenziale zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung
- Möglichkeiten zur Nutzung regional verfügbarer erneuerbarer Energien
- wirtschaftliche und technische Umsetzungspfade
Der Transformationsplan soll dabei nicht nur langfristige Zielbilder entwickeln, sondern auch konkrete Maßnahmen und Meilensteine für die Umsetzung definieren.