27 Kommunen, ein Landkreis – gemeinsam die Energiewende voranbringen
Das kommunale Klimaschutznetzwerk Altmühlfranken wurde für seine erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit ausgezeichnet. Von September 2022 bis August 2025 haben 27 Kommunen gemeinsam mit dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gezeigt, wie regionale Zusammenarbeit die Energiewende wirksam beschleunigen kann.
Im Mittelpunkt der Netzwerkarbeit standen konkrete Projekte und praxisnahe Lösungen für die kommunale Energie- und Wärmewende. Insgesamt wurden während der Netzwerklaufzeit 38 Projekte und Konzepte entwickelt und angestoßen.
Zu den zentralen Ergebnissen zählen unter anderem:
- ein interkommunales Konzept zur energetischen Klärschlammverwertung mit 20 Netzwerkteilnehmern
- ein gemeinsames Ladeinfrastrukturkonzept mit fünf beteiligten Kommunen
- Projekte und Konzepte zu Wasserstoff, Seethermie, Wärmeversorgung und Energienetzen, …
Die Ergebnisse zeigen den Erfolg der gemeinsamen Arbeit deutlich:
- rund 40 % mehr installierte Leistung erneuerbarer Energien während der Netzwerklaufzeit
- deutlicher Ausbau der Photovoltaik sowie ergänzende Entwicklungen bei Windenergie, Biomasse und Speichern
- intensiver fachlicher Austausch und abgestimmte Lösungsansätze statt paralleler Einzelmaßnahmen
Die Auszeichnung würdigt das Engagement aller beteiligten Kommunen und Akteure, die über drei Jahre hinweg gemeinsam geplant, entwickelt und umgesetzt haben. Das Klimaschutznetzwerk Altmühlfranken zeigt eindrucksvoll, wie Klimaschutz regional wirksam wird, wenn Kommunen gemeinsam handeln.
InSight in das interkommunale Ladeinfrastrukturprojekt
Mobilität macht an Gemeindegrenzen nicht halt – deshalb setzen fünf Kommunen (4+1) im Klimaschutznetzwerk auf ein gemeinsames Ladeinfrastrukturkonzept. Ziel ist es dem steigenden Bedarf an innovativen Mobilitätslösungen und Nachfragen zusammengeschlossen entgegenzutreten, um eine regional abgestimmte und bedarfsgerechte Infrastruktur für die Elektromobilität zu schaffen.
- Reichweite: Das Konzept deckt ein Gebiet von ca. 164 km² mit rund 15.000 Einwohnern ab.
- Strategische Lage: Wichtige Verkehrsachsen wie die B2, St 2222 und St 2224 sowie der zentrale Knotenpunkt B2/B13 liegen im Gebietsumgriff.
Die Methodik gliedert sich in eine umfassende Status-quo- und Bedarfsanalyse sowie eine gezielte Standortidentifizierung und –bewertung zum Aufbau von Ladeinfrastruktur, wobei insbesondere wichtige regionale Verkehrsachsen (z. B. B2, St 2222), zentrale Knotenpunkte und örtliche Besonderhieten berücksichtigt werden. Auf Basis fundierter Energiemengen- und Absatzprognosen wurde schließlich ein zielgerichteter Ausbaupfad entwickelt, der den beteiligten Kommunen eine belastbare Grundlage für die aktive Gestaltung der regionalen Elektromobilität bietet.
Beteiligte Kommunen im Netzwerk
- Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
- Stadt Ellingen
- Stadt Gunzenhausen
- Stadt Pappenheim
- Stadt Treuchtlingen
- Stadt Weißenburg i. Bay.
- Markt Absberg
- Markt Gnotzheim
- Markt Heidenheim
- Markt Markt Berolzheim
- Markt Nennslingen
- Markt Pleinfeld
- Gemeinde Alesheim
- Gemeinde Bergen
- Gemeinde Burgsalach
- Gemeinde Dittenheim
- Gemeinde Ettenstatt
- Gemeinde Haundorf
- Gemeinde Höttingen
- Gemeinde Langenaltheim
- Gemeinde Meinheim
- Gemeinde Muhr am See
- Gemeinde Pfofeld
- Gemeinde Polsingen
- Gemeinde Raitenbuch
- Gemeinde Solnhofen
- Gemeinde Theilenhofen
- Gemeinde Westheim.