Mit der offiziellen Gründung des Kommunalen Klimaschutz-Netzwerks für den Ausbau Erneuerbarer Energien in der Oberpfalz ist ein bedeutender Schritt für die interkommunale Zusammenarbeit in der Region gelungen.
Hintergrund der Netzwerkgründung sind die vielfältigen Herausforderungen, vor denen Kommunen im Zuge der Energiewende stehen. Themen wie der Ausbau erneuerbarer Energien, die Weiterentwicklung von Energienetzen sowie die Umsetzung kommunaler Klimaschutzstrategien gewinnen zunehmend an Bedeutung und erfordern praxisnahe Lösungen. Vor diesem Hintergrund haben sich 24 Städte und Gemeinden zusammengeschlossen, um zentrale Fragestellungen gemeinsam zu bearbeiten, Lösungsansätze zu entwickeln und den fachlichen Austausch zu stärken
Das Netzwerk wird im Rahmen eines Förderprogramms umgesetzt und ist auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegt. Das Institut für Energietechnik (IfE GmbH) übernimmt die Moderation sowie die fachliche Begleitung.
Auftakt in Sulzbach-Rosenberg
Das Gründungstreffen fand in Sulzbach-Rosenberg statt. Die Stadt begrüßte als Gastgeber gemeinsam mit dem Markt Hahnbach als Verbundkoordinator die teilnehmenden Kommunen. Nach einleitenden Worten durch Prof. Dr. Raphael Lechner zum Netzwerk-Gedanken führte das IfE durch das Programm. So wurde unter anderem Punkte zu Organisatorischem sowie zur Zusammenarbeit umrissen, um anschließend den Fokus auf inhaltliches legen zu können.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen das gegenseitige Kennenlernen der Beteiligten und die Abstimmung erster Themen und Inhalte künftiger Netzwerktreffen. Abschließend erfolgte ein erster Einblick in energiepolitische Rahmenbedingungen und aktuelle Fördermöglichkeiten. Bereits beim Auftakt wurde deutlich: Der Bedarf an Austausch und praxisnaher Orientierung ist hoch.
Gemeinsame Herausforderungen, gemeinsame Lösungen
Kommunen stehen bei der Umsetzung der Energiewende vor ähnlichen Fragestellungen – von der Integration erneuerbarer Energien über die Weiterentwicklung bestehender Infrastrukturen bis hin zur Finanzierung konkreter Maßnahmen.
Genau hier setzt das Netzwerk an. Es bietet einen strukturierten Rahmen, um Erfahrungen zu teilen, Wissen zu bündeln und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln.
Inhaltliche Schwerpunkte der Netzwerkarbeit sind unter anderem:
- der Ausbau erneuerbarer Energien in der Region
- interkommunale Finanzierungs- und Beteiligungsmodelle
- die Sektorenkopplung mit Blick auf Strom-, Gas- und Mobilitätsinfrastruktur
- die stärkere Vernetzung regionaler Akteure
Stimmen aus dem Projekt
„Die Energiewende findet maßgeblich auf kommunaler Ebene statt. Gleichzeitig stehen viele Kommunen vor ähnlichen Fragestellungen, die sie im Austausch miteinander effizienter bearbeiten können. Das Netzwerk schafft dafür einen strukturierten Rahmen und unterstützt dabei, konkrete Lösungen gemeinsam voranzubringen“, erklärt Tobias Berg vom Institut für Energietechnik.
Drei Jahre strukturierter Austausch
Das Netzwerk ist auf eine Laufzeit von drei Jahren ausgelegt. In diesem Zeitraum finden jährlich vier Netzwerktreffen statt, die durch fachliche Impulse und kontinuierliche Beratung ergänzt werden.
Die teilnehmenden Kommunen profitieren dabei nicht nur vom Erfahrungsaustausch, sondern auch von praxisnaher Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung konkreter Maßnahmen. Ziel ist es, die Energieeffizienz zu steigern, erneuerbare Energien auszubauen und die Treibhausgasemissionen nachhaltig zu reduzieren.
Vernetzung als Schlüssel zur Transformation
Die Energiewende erfordert nicht nur technische Lösungen, sondern auch neue Formen der Zusammenarbeit. Das Kommunale Klimaschutz-Netzwerk in der Oberpfalz zeigt, wie durch strukturierten Austausch und gebündelte Expertise tragfähige Ansätze entstehen können.
Das IfE begleitet diesen Prozess als fachlicher Partner und unterstützt die Kommunen dabei, die energetische Transformation aktiv und gemeinsam zu gestalten.
Bildquelle: Julia Rauch, Markt Hahnbach