100-kW-Blockheizkraftwerk aus Bayern unterstützt Energieversorgung in der Ukraine

Institut für Energietechnik (IfE) an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden bringt technische Expertise ein

Ein Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von 100 Kilowatt soll die dezentrale Energieversorgung in der Ukraine stärken. Am 14. Oktober 2026 übergab Bayerns Staatsminister für Jugend und Demokratie, Manuel Knoll, die Anlage bei der Firma KW Energie in Freystadt offiziell für den Transport in den ukrainischen Oblast Kyjiw. Auch der ukrainische Generalkonsul Yurii Nykytiuk nahm an der Übergabe teil.

Mit der Bereitstellung des Blockheizkraftwerks löst der Freistaat Bayern eine Zusage ein, die Ministerpräsident Dr. Markus Söder dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Februar 2026 im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz gegeben hatte.

Dezentrale Energieversorgung als Beitrag zur Versorgungssicherheit

Die ukrainische Energieinfrastruktur ist durch die anhaltenden russischen Angriffe erheblich beschädigt. Besonders während der Wintermonate führen Ausfälle der Strom- und Wärmeversorgung zu großen Herausforderungen für die Bevölkerung.

Das bereitgestellte Blockheizkraftwerk soll dazu beitragen, die lokale Energieversorgung widerstandsfähiger zu gestalten. Durch die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme können Blockheizkraftwerke einen wichtigen Beitrag zur dezentralen Versorgung leisten. Insbesondere in Regionen mit beschädigter zentraler Infrastruktur bieten solche Anlagen Möglichkeiten, die Energieversorgung vor Ort zu unterstützen.

Technische Expertise des Instituts für Energietechnik

Die technische Beratung bei der Bereitstellung des Blockheizkraftwerks erfolgte durch Prof. Dr. Markus Brautsch vom Institut für Energietechnik (IfE) an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden.

Mit seiner Expertise im Bereich der dezentralen Energietechnik unterstützte er die Umsetzung des Hilfsprojekts. Das Engagement verdeutlicht, welchen Beitrag energietechnisches Fachwissen bei der Entwicklung und Bereitstellung praxisgerechter Versorgungslösungen leisten kann.

Ein weiterer wichtiger Partner ist die Firma KW Energie aus Freystadt. Das Unternehmen entwickelt und produziert seit 1995 dezentrale Energielösungen und hat bereits zehn Blockheizkraftwerke in die Ukraine geliefert.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Bei der Übergabe würdigte Staatsminister Manuel Knoll das Engagement aller Beteiligten. Sein besonderer Dank galt Prof. Dr. Markus Brautsch vom IfE für die technische Beratung sowie dem Unternehmen KW Energie und seinen Geschäftsführern Andreas Weigel, Andreas Bodensteiner und Johannes Beyer.

Das Projekt zeigt, wie politische Unterstützung, industrielle Kompetenz und wissenschaftlich-technisches Know-how zusammenwirken können, um konkrete Hilfe zu ermöglichen.

Für das Institut für Energietechnik (IfE) steht dabei auch die Bedeutung dezentraler Versorgungskonzepte im Mittelpunkt. Sie können dazu beitragen, Energieversorgungssysteme widerstandsfähiger zu gestalten und lokale Versorgungsstrukturen gezielt zu stärken.

Das Blockheizkraftwerk aus Bayern ist damit nicht nur eine technische Anlage, sondern auch ein Zeichen gelebter Zusammenarbeit und Solidarität mit den Menschen in der Ukraine.

Hier finden Sie den passenden Beitrag der Nürnberger Nachrichten.

Die Pressemitteilung der Bayerischen Staatsregierung lesen Sie hier.

Bildunterschrift: Übergabe eines 100-kW-Blockheizkraftwerkes für den Oblast Kyjiw in der Ukraine mit Bayerns Staatsminister für Jugend und Demokratie, Manuel Knoll (M), Andreas Weigel (r, Geschäftsführer KW Energie), Andreas Bodensteiner (2 v l, Geschäftsführer KW Energie) und Yurii Nykytiuk (3 v r, Ukrainischer Generalkonsul in München), aufgenommen am 14.10.2026 auf dem Firmengelände des Maschinenbauunternehmens KW Energie in Freystadt. Bayern löst damit ein Versprechen ein, das Ministerpräsident Dr. Markus Söder beim Staatsdinner im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz der Ukraine gegeben hatte. Foto: Timm Schamberger / Bayerische Staatskanzlei 

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